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Parson Russell Terrier Welpen

Christoph MeyerErnährungsberater für Hunde & Katzen

Parson Russell Terrier beim Spielen
Parson Russell Terrier beim Spielen

Parson Russell Terrier Welpen – der Terrier auf langen Beinen

Der Parson Russell Terrier trägt den Titel seines Züchters im Namen: „Parson” ist das englische Wort für Pfarrer, und gemeint ist Reverend John Russell, der im 19. Jahrhundert in Devon Terrier für die Fuchsjagd züchtete.

Seine Hunde mussten zweierlei können: mit der berittenen Jagdgesellschaft mithalten und anschließend in den Bau gehen. Daraus ergab sich die Bauform, die ihn bis heute vom Jack Russell Terrier unterscheidet – längere Beine, quadratischer Körper, mehr Format.

UrsprungslandEngland
Größe Rüdenideal 36 cm
Größe Hündinnenideal 33 cm
Gewichtetwa 6 bis 8 kg
Alter13 bis 15 Jahre
Körperbauquadratisch – Höhe und Länge etwa gleich
Fellglatt oder rau, beides mit dichter Unterwolle
Farbevollständig weiß oder überwiegend weiß mit lohfarbenen oder schwarzen Abzeichen
Klassifikation F.C.I.Gruppe 3 Terrier, Sektion 1 Hochläufige Terrier

Warum die längeren Beine einen Unterschied machen

Beide Russell-Terrier stammen von denselben Hunden ab und sind im Wesen kaum zu unterscheiden. Der Unterschied liegt im Bau – und der wirkt sich im Alltag durchaus aus.

Der Parson ist hochläufig und quadratisch gebaut: Die Widerristhöhe entspricht etwa der Rumpflänge. Bei der FCI steht er deshalb in der Sektion der hochläufigen Terrier, während der Jack Russell zu den niederläufigen gehört.

Praktisch heißt das: Der Parson ist der ausdauerndere Läufer. Er kommt auf längeren Strecken besser mit, springt höher und eignet sich für Hundesport wie Agility etwas besser als sein kurzbeiniger Verwandter. Dafür passt er weniger bequem unter den Sitz im Zug.

Wenn du zwischen beiden schwankst: Es ist keine Charakterfrage, sondern eine Frage des Formats und deiner Aktivitäten.

Auf einem Blick

Parson Russell Terrier Welpe spielt mit Mutter auf dem Rasen
Die längeren Beine sind schon beim Welpen erkennbar.

Der Charakter & das Wesen von Parson Russell Terrier Welpen

Der Parson ist ein Terrier ohne Abstriche: selbstbewusst, arbeitsfreudig, mutig und eigenständig. Er hat einen ausgeprägten Willen und keine Scheu, ihn zu zeigen.

Er ist freundlich zu Menschen, kann aber anderen Hunden gegenüber selbstbewusst bis fordernd auftreten – eine gute Sozialisierung in den ersten Monaten ist bei ihm wichtig.

Wie alle Erdhunde bringt er einen starken Jagdtrieb mit und ist es gewohnt, selbst zu entscheiden. Erziehung funktioniert über Konsequenz und interessante Aufgaben, nicht über Druck.

Bewegungsdrang der Parson Russell Terrier Welpen

Zwei Stunden am Tag beim erwachsenen Hund sind realistisch – er braucht etwas mehr als der Jack Russell, weil er mehr Ausdauer mitbringt und längere Strecken schafft.

Was ihm liegt: Agility, Nasenarbeit, Zielobjektsuche, lange Wanderungen, Joggen beim ausgewachsenen Hund. Er ist ein guter Sporthund und will als solcher behandelt werden.

Beim Welpen weniger Strecke, dafür freie Bewegung in seinem Tempo. Kein Springen, kein Agility vor dem 15. Monat.

Parson Russell Terrier Welpen

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Anfälligkeiten & häufige Krankheiten bei dieser Hunderasse

Wie beim Jack Russell sind zwei Erbkrankheiten testbar, und beide solltest du beim Züchter ansprechen.

Primäre Linsenluxation (PLL). Die Augenlinse löst sich aus ihrer Aufhängung – schmerzhaft und ohne Behandlung zur Erblindung führend. Der Gendefekt ist bekannt und testbar.

Spinozerebelläre Ataxie. Eine erbliche Kleinhirnerkrankung mit zunehmenden Bewegungsstörungen. Ebenfalls per Gentest ausschließbar.

Dazu Patellaluxation und – wegen des hohen Weißanteils – angeborene Taubheit. Nach dem BAER-Hörtest der Welpen sollte man fragen.

Für den Fall, dass doch etwas passiert, gehört eine Notfallapotheke ins Haus.

Auf einem Blick

Und wie ist es mit der Familientauglichkeit und Kindern?

Der Parson passt gut in eine sportliche Familie mit Kindern, die alt genug sind, Regeln zu verstehen. Er ist robuster als viele kleine Rassen und macht gern mit.

Was er nicht ist: ein geduldiger Hund, der sich alles gefallen lässt. Bedrängen, Festhalten und Ärgern quittiert er deutlich. Ein Rückzugsort, an den ihm kein Kind folgt, gehört dazu.

Parson Russell Terrier FAQ

Was ist der Unterschied zum Jack Russell Terrier?

Der Bau. Der Parson ist mit ideal 36 cm hochläufig und quadratisch gebaut, der Jack Russell mit 25 bis 30 cm niederläufig und rechteckig. Beide stammen von denselben Hunden ab und sind seit 2001 getrennte FCI-Rassen.

Woher kommt der Name Parson?

„Parson” ist das englische Wort für Pfarrer und bezieht sich auf Reverend John Russell, der die Ursprungshunde züchtete.

Ist er ein guter Sporthund?

Ja, einer der besten unter den kleinen Rassen. Agility, Nasenarbeit und Zielobjektsuche liegen ihm – vorausgesetzt, du beginnst mit Sprüngen erst nach dem 15. Lebensmonat.

Wie viel Bewegung braucht er?

Rund zwei Stunden täglich beim erwachsenen Hund, dazu Kopfarbeit. Er ist ausdauernder als der Jack Russell.

Zusammenfassung

Der Parson Russell Terrier ist der langbeinige, ausdauernde der beiden Russell-Terrier – gezüchtet, um mit Pferden Schritt zu halten und danach noch in den Bau zu gehen. Im Wesen ein Terrier durch und durch: mutig, klug, eigenständig und auf Aufgaben angewiesen.