welpenknigge.de

StartGesundheit

Den Welpen baden – worauf achten

Christoph MeyerErnährungsberater für Hunde & Katzen

Den Welpen baden – worauf achten
Kleiner Welpe wird in einer Wanne gebadet

Baden – die ehrliche Antwort ist: fast nie

Die häufigste Frage lautet, wie oft man einen Hund baden soll. Die Antwort überrascht viele: so selten wie möglich.

Ein Hund hat auf der Haut einen Schutzfilm aus Talg, der Feuchtigkeit hält und Krankheitserreger abwehrt. Jedes Shampoo entfernt ihn. Wird zu häufig gebadet, wird die Haut trocken, schuppt und juckt – und genau das wird dann oft mit noch mehr Pflegeprodukten bekämpft.

Dazu kommt: Das Fell der meisten Hunde reinigt sich weitgehend selbst. Getrockneter Schlamm lässt sich am nächsten Tag ausbürsten.

Auf einem Blick

Wann ein Bad sinnvoll ist

Kein Grund zum Baden ist: normaler Hundegeruch, nasses Fell nach dem Spaziergang oder Schlamm, der trocknen und dann ausgebürstet werden kann.

Und wenn dein Hund dauerhaft unangenehm riecht, ist das kein Pflegethema: Ohren, Zähne, Hautfalten oder Analdrüsen gehören dann angesehen. Anhaltender Geruch ist ein Hinweis, kein Makel.

Ab wann darf ein Welpe gebadet werden?

Grundsätzlich braucht ein Welpe kein Bad. Er ist klein, er wird getragen, und was er sich einfängt, lässt sich meist mit einem feuchten Tuch lösen.

Wenn es doch nötig wird:

Was oft reicht: Pfoten in einer Schüssel abspülen, verschmutzte Stellen mit einem feuchten Tuch abwischen, Bauch und Beine mit klarem Wasser abduschen – ganz ohne Shampoo.

Ein Welpe braucht in der Regel kein Bad – das meiste löst ein feuchtes Tuch.

Empfehlung der Redaktion

Anifit Schnupperpaket für Hunde: Nassfutter-Dosen aller Sorten, Trainingsleckerli, Flocken und Ernährungsratgeber

Hochwertiges Nassfutter für Deinen Welpen

  • Zutaten in Lebensmittelqualität
  • Hoher Fleischanteil von über 90 %
  • Frei von Farbstoffen, Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln

10 % Rabatt für Neukundenkniggean der Kasse eingeben

Hier geht's zum Anifit Shop

So badest du richtig

Vorher bürsten. Verfilztes Fell zieht sich beim Nasswerden zusammen und ist danach kaum noch zu lösen. Bei langhaarigen Rassen ist das der wichtigste Schritt überhaupt.

Rutschfeste Unterlage in Wanne oder Dusche. Ein Hund, der wegrutscht, verbindet Baden dauerhaft mit Angst.

Lauwarmes Wasser – etwa handwarm. Nicht heiß, nicht kalt.

Von hinten nach vorn. Erst Pfoten und Beine, dann Rumpf, zuletzt der Kopf. Viele Hunde erschrecken, wenn es am Kopf anfängt.

Kopf aussparen. Kein Wasser in Ohren und Augen. Gesicht und Ohren mit einem feuchten Tuch abwischen. Wer möchte, kann lose Watte in die Ohren legen – aber nicht tief.

Shampoo verdünnen und gleichmäßig einarbeiten, kurz einwirken lassen.

Gründlich ausspülen – gründlicher, als du denkst. Shampooreste sind eine der häufigsten Ursachen für Juckreiz nach dem Bad.

Gut abtrocknen. Mit Handtüchern, besonders in Hautfalten, zwischen den Zehen und an den Ohren. Föhn nur auf niedrigster Stufe und mit Abstand – die Haut eines Hundes verbrennt schneller als deine.

Warm halten. Nach dem Bad kein Spaziergang bei Kälte, bis das Fell wirklich trocken ist. Bei Rassen mit dichter Unterwolle dauert das Stunden.

Die Gewöhnung – das eigentliche Thema

Wie bei der übrigen Fellpflege geht es beim Welpen weniger um das Baden selbst als darum, dass er es später zulässt.

  1. Die Wanne kennenlernen, trocken. Hineinsetzen, füttern, wieder heraus.
  2. Wenig Wasser am Boden, nur Pfoten nass. Belohnen.
  3. Vorsichtig abduschen, Beine und Bauch, kurz.
  4. Erst später mit Shampoo – und nur, wenn es einen Anlass gibt.

Hör auf, bevor er unruhig wird. Und heb ihn nicht panisch aus der Wanne, wenn er sich wehrt – ruhig abbrechen, kurz warten, dann herausheben.

Ein Hund, der als Welpe gelernt hat, dass Wasser harmlos ist, macht später einen Friseurtermin und eine medizinische Waschung ohne Drama mit.

Von hinten nach vorn waschen – viele Hunde erschrecken, wenn es am Kopf anfängt.

Nach dem Schwimmen

Baden im See oder Fluss ist kein Bad im Sinne dieses Beitrags – dort ist kein Shampoo im Spiel.

Was danach trotzdem zählt:

Welpen baden FAQ

Wie oft darf ich meinen Hund baden?

So selten wie möglich. Häufiges Baden entfernt den Schutzfilm der Haut und verursacht Trockenheit und Juckreiz.

Ab wann darf ein Welpe gebadet werden?

Grundsätzlich braucht er kein Bad. Wenn nötig, nicht in den ersten Wochen nach dem Einzug und nicht direkt nach einer Impfung.

Darf ich Babyshampoo nehmen?

Nein. Die Haut eines Hundes hat einen anderen pH-Wert. Nimm ein mildes Hundeshampoo.

Mein Hund riecht immer unangenehm – was tun?

Das ist kein Pflegethema. Ohren, Zähne, Hautfalten und Analdrüsen gehören angesehen.

Muss ich meinen Hund nach dem Schwimmen duschen?

Bei Salzwasser ja. Sonst genügt Abtrocknen – und in jedem Fall die Ohren trocken tupfen.

Zusammenfassung

Baden ist beim Hund die Ausnahme, nicht die Routine. Ein Bad braucht einen konkreten Anlass – sonst schadet es der Haut mehr, als es nützt.

Wenn es doch sein muss: vorher bürsten, lauwarm, von hinten nach vorn, gründlich ausspülen, gut abtrocknen. Und niemals Shampoo für Menschen.